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Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme

Los 2: Renggschachen - Rümligmündung

Das Los 2 beinhaltet den Bereich Renggschachen bis Rümligmündung und ist in fünf Abschnitte unterteilt. Sie sind grösstenteils in Planung.

Abschnitt 5 Renggschachen (in Planung)

Das Projekt befindet sich aktuell in Planung. Die Überarbeitung des Bauprojektes hat teilweise eine Neuauflage zur Folge. Die öffentliche Auflage ist für Ende 2026 vorgesehen.
Kleine Emme, Abschnitt 5, Renggschachen, Bilder vor dem Bau
  • Bauliche Massnahmen

    • Sicherstellung des Hochwasserschutzes überwiegend durch Dämme an beiden Uferseiten
    • Keine Veränderung der bestehenden Geometrie zum Schutz des Grundwassers, sondern lediglich Sanierung der bestehenden Dämme
    • Zwischen der Mündung des Renggbachs und dem Wehr Thorenberg: Aufweitung auf eine Breite von bis zu 70 m
    • Verbreiterung der Kleinen Emme um 5 bis 10 m von oberstrom des Wehrs bis zur Blattenbrücke
    • Revitalisierung der Mündungsbereiche des Renggbachs und des Moosgrabenbachs
    • Einbau von Lenkbuhnen zur Bildung und Stabilisierung einer Niederwasserrinne, um Längspassierbarkeit auch bei geringen Abflüssen zu ermöglichen
    • Ein- und Ausstiege im Bereich der Wildtierkorridore zur Quervernetzung
  • Zeitplan

    Seit 2022: Überarbeitung Bauprojekt und Erarbeitung Ausführungsprojekt

  • Kosten

    Fr. 21.51 Mio.


Abschnitt 6 Stägmättli E1 (abgeschlossen)

Die Bauarbeiten zum Projekt Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme, Abschnitt Stägmättli, Etappe 1 sind seit 2023 abgeschlossen. Im Gegensatz zu einem Haus- oder Strassenbau ist die Gestaltung nach Abschluss der Baggerarbeiten jedoch nicht fertig. Jetzt ist die Kleine Emme am Zug. Sie wird den neu zurückgewonnen Flussraum weiter formen, neue Kiesbänke bilden und anderenorts die Steilufer weiter abtragen.

Vorher Nachher
  • Bauliche Massnahmen

    • Beidseitige Verbreiterung des Bachbetts sowie flache und zugängliche Ausgestaltung des Ufers oberhalb der Blattenbrücke
    • Sicherung der Schnellstrasse mit teilweise überdecktem Blocksatz
    • Strukturierung der Ufer durch punktuelle Abflachungen, breiter Uferweg für Erholungsnutzende
    • Revitalisierung des Stägmättlibachs bis zur Flurstrasse, Anbindung an die Kleine Emme mittels Beckenstruktur
    • Steile Uferanrisse im Bereich des bestehenden Waldstücks belassen, durch die Eigendynamik der Kleinen Emme entstehen neue, senkrechte Abbrüche, welche Nistgelegenheiten für Arten wie den Eisvogel bieten
    • Schutz der bestehenden Schmutzwasserleitung im Bereich der Flurstrasse durch überdeckten Blocksatz
    • Neue Sitzgelegenheiten und flache Zugänge ans Gewässer
    • Ausgebautes Parkplatzangebot bei der Blattenbrücke durch Gemeinde Malters und die Eigentümerschaft

     

  • Zeitplan

    • 2021 – 2022: Überarbeitung Bauprojekt
    • 2022 – 2023: Bauausführung

  • Kosten

    Fr. 9.35 Mio.


Abschnitt 6 Stägmättli E2 und Abschnitt 7 Malters (in Planung)

Die beiden Abschnitte befinden sich aktuell in Planung. Von 2023 bis Anfang 2026 wird das Bauprojekt überarbeitet. Weitere Infos zum Projekt sowie Fragen und Antworten finden Sie hier.
Abschnitt 7 Malters
  • Bauliche Massnahmen

    • Aufweitungen nach rechts mit Uferabflachung
    • sohlenstabilisierende Strukturriegel / Lenkbuhnen, Blocksteingruppen, Baumbuhnen
    • lokaler Damm links oberhalb der Hellbühlbrücke, EHQ-Entlastung (Extremhochwasser) nach links
    • lokale Sohlenabsenkung unter Brücke

  • Zeitplan

    • 2023–2026: Überarbeitung Bauprojekt
    • Herbst 2026 – Mitte 2029: verlängerte Bauausführung wegen der einzelnen Rodungsetappen und Vegetationszeiten
  • Kosten

    Fr. 16.3 Mio.

Abschnitt 8 Ost – Ettisbühl (abgeschlossen)

Die Arbeiten im Teil 1, von Neumattbach bis Scheibenstand, wurden im Herbst 2023 abgeschlossen. Die Projektfortführung im Teil 2, von Scheibenstand bis Dangelbach, wurde im Herbst 2025 abgeschlossen.
Kleine Emme, Abschnitt 8, Ost - Ettisbühl, Bilder während dem Bau
  • Bauliche Massnahmen

    • Aufweitung im hinteren Uferbereich vom Scheibenstand 
    • Ergänzung/Erneuerung Ufersicherungen
    • Längsvernetzung Querwerke
    • Revitalisierungen der Mündungen der Seitenbäche
    • Bestehender Flachdamm Neumatt: Anpassung an neues Ufer

     

     

     

     

  • Zeitplan

    • Juni 2022  – Oktober 2023: Bauausführung Teil 1, Neumattbach bis Scheibenstand
    • Frühling 2025 – Herbst 2025: Bauausführung Teil 2, Scheibenstand bis Dangelbach 
  • Kosten

    Fr. 6.35 Mio.


Kleine Emme, Los 2, vorgezogene Massnahmen
  • Bauliche Massnahmen

    • Flussbettverbreiterung um etwa 60 m
    • Das anfallende Schwemmholz aus dem Hauptgerinne wird über die Holzentlastung mit einer Stauklappe von 20 m x 2.5 m Abmessung, das Leitbauwerk von 31 m sowie das Tosbecken von 36 m Länge dem Holzrückhalteraum zugeführt.
    • Holzrückhalteraum Fläche 17'000 m2
    • Geländeabsenkung von bis zu 4.5 m
    • zwei Rechenreihen von 99 und 52 m Länge
  • Zeitplan

    2009 - 2011: Bauausführung
  • Kosten

    Fr. 7 Mio.

Abschnitt 8 West - Rümligmündung (im Bewilligungsverfahren)

Im Rahmen der Überarbeitung des Abschnitts mussten neue Parameterwerte berücksichtigt werden, welche grundlegende Anpassungen und eine erneute öffentliche Planauflage zur Folge haben. Dies bedingt auch, dass eine neue Projektbewilligung erteilt werden muss. Es sind Mehrkosten von 2.7 Millionen Franken zu erwarten. Um diesen Mehrausgaben zuzustimmen, ist ein Zusatzkredit notwendig.

  • Bauliche Massnahmen

    • Wiederaufgreifung der historischen Verzweigung im Mündungsbereich mittels einer mehrmals jährlich durchströmenden Flutmulde entlang des Auenwalds, wodurch wieder auentypische Prozesse stattfinden können
    • Hauptgerinne wird analog zum historischen Zustand «kompakt» belassen
    • Ufersicherungen werden lokal entfernt und somit eigendynamische Prozesse ermöglicht

  • Zeitplan

    • Frühling 2023 – Sommer 2025: Überarbeitung Bauprojekt
    • 2025: Öffentliche Auflage überarbeitetes Bauprojekt
    • 2027: Start Bauausführung (voraussichtlich) 
  • Kosten

    Fr. 6.3 Mio.